18.05.2014 - Kein Tag zum Arbeiten, aber ein Arbeitstag!

Es ist Sonntag – Freizeit, Segelfliegen! Aber der Himmel ist grau; es regnet.

Also kein Flugtag – und nun?

Doch Segelfliegen ist auch eine technische Sportart. Und es gibt sie tatsächlich, diese Unentwegten, die mit diesem Satz etwas anzufangen wissen. Wenn auch in der Minderzahl, denn die Mehrheit hört das weniger gern. Fliegen ist schön, aber arbeiten – am Sonntag?

Denn „Baustellen“ gibt es viele in so einem Segelflugverein. Alles ist von Wert und damit wert, erhalten zu werden – für alle.

Darunter der Bungalow - vor Jahren errichtet vom unvergessenen Horst Reitzig - für die eigene Nutzung und für Gäste des Vereins.

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Auf Vordermann bringen das kleine Häuschen Ivonne und Stephan; sie räumen auf, beseitigen alte Matratzen, die von irgendwem (wofür?) „zwischengelagert“ worden sind, reinigen das Zimmer, damit sich die Gäste wieder wohl fühlen können. Für Eigenes bleibt ebenfalls Zeit, denn Stephan frönt einem für Segelflieger ganz untypischem Hobby: das Ziehen von Kräutern und Gemüse im eigens dafür errichteten kleinen Gewächshaus mit automatischer Bewässerung – eine technische Sensation.

Der „Lepo“, als Bezeichnung für das Seilrückholfahrzeug bereits in der Urzeit des Segelfluges als spaßige Umkehrung für den damals oftmals verwendeten Opel entstanden, aber heute, beim FCS, ein Skoda Oktavia, muss viele Kilometer auf der nicht wirklich ebenen Seilrückholstrecke hinter sich bringen, damit die Segelflugzeuge mit Hilfe der Schleppwinde in ihr eigentliches Medium, an den Himmel, gelangen können. Am „Lepo“-Fahrwerk geht diese Tortur natürlich nicht spurlos vorüber – die vordere linke Feder ist gebrochen und wird von Ingram, Florian und Marcel ausgewechselt – inzwischen wahre Spezialisten für die Reparatur von Autos. Ein Profi aus diesem Berufszweig ist auch dabei: Siggi.

Kleine Wehwehchen am Doppelsitzer K 7, unserem Oldtimer, beseitigt Viktor. Das angebrochene Spornkuller vom Jantar-Standard wird von Benjamin repariert, der erst an diesem Tag seine Antragsunterlagen für die Mitgliedschaft im Verein ausfüllen wird. Konrad wiederum beendet die Reparatur der Frontklappe am Jantar-Trailer. Hierzu, wie auch am Spornkuller, sind Laminierarbeiten erforderlich. Ron, der dabei hilft, bedankt sich sogar abends dafür, was er alles lernen konnte.

Ein ständiges Problem, das wohl nie ausstirbt, ist die Ordnung und Sauberkeit in der Flugzeughalle ebenso wie in der Segelflug- sowie Maschinenwerkstatt und im Speziallager. Nützlich machen sich Alex, Ron und Wilfried. Das Ergebnis überzeugt. Aber wie lange?

Ein Segelflugverein ist nicht viel anderes als ein kleiner Betrieb. Die unumgängliche Büroarbeit, meist Sache des Vorstands, kann man nicht einfach umgehen. Also sind Steffen und Paul, auch wenn’s schwerfällt, hier zugange.

Für den heutigen Tag bedankt sich das Technische Management – verantwortlich für alles und jeden, doch von allem und nichts eine Ahnung.

(Lampe, 18. Mai 2014)

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