Nicht nur das eine oder andere Auto benötigt heutzutage eine Softwareaktualisierung. Auch uns schadet es nicht, in regelmäßigen Abständen nützliches Wissen erneut vermittelt zu bekommen und sich an schon einmal Gehörtes zu erinnern oder auch Neues zu erfahren.
Daher hatten etliche Vereinsmitglieder das Seminarangebot von Dozentin Frau Ulrike Prinz dankend angenommen.

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Nach einer kurzen allgemeinen Vorstellungsrunde und Erläuterungen der gesetzlichen Voraussetzungen (wer muss wann in welcher Form einer anderen Person Hilfe leisten, von aktiv bis passiv…) ging es auch gleich los.  

An mitgebrachtem Material veranschaulichte uns Frau Prinz, worin die Gefahr einer Bewusstlosigkeit besteht, wie man die Atmung einer Person prüft und wie eine solche Person bis zum Eintreffen des Rettungswagens in einer stabilen Seitenlage gesichert wird. Wir erfuhren, dass es bei Herzdruckmassage und Beatmung Unterschiede in der Anwendung zwischen Erwachsenen (Verhältnis 30 / 2), Kindern und Säuglingen zu beachten gibt. Jeder durfte dann auch mal an dem entsprechenden Dummy üben - vom Dummy „Fat-man“ bis „Bambino“. Zudem übte jeder die Handhabung eines sogenannten Larynx-Tubus'. Ein solcher Larynx-Tubus stellt durch seine aufblasbaren Luftkammern im Hals sicher, dass man nicht in den Magen hinein beatmet und auf Grund der fehlenden körpereigenen Schutzreflexe Mageninhalt anschließend in die Lunge gelangt. Zudem wird ein möglicher Luftröhrenverschluss durch eine erschlaffte Zunge verhindert. Ein durchaus einfaches, praktisches und zudem preiswertes Hilfsmittel.

Danach verfolgten wir die vollautomatischen Handlungsanweisungen der Computerstimme des mobilen Defibrillators (AED = Automatischer Externer Defibrillator). Für eine erfolgreiche Rettung bleiben nur 3 bis 5 Minuten. Nur dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch genug, einen Menschen ohne bleibende Schäden wieder zu beleben. Solche AEDs retten Leben, indem der vom AED abgegebene Stromimpuls dem stehenden oder flimmernden Herz wieder einen „sauberen“ Start des Herzrhythmus' ermöglicht und dadurch wieder schnell - weit vor Eintreffen eines Notarztes - eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Gehirns erfolgt. In vielen öffentlichen Einrichtungen existieren diese Geräte schon und sind an dem grünen Piktogramm mit weißem Herz + Blitz zu erkennen. Im Internet kann man sich z.B. bei www.defikataster.de oder noch besser über die installierte Handy-App den nächstliegenden Standort eines AED-Gerätes anzeigen lassen. Strausberg ist mit nur zwei AEDs noch ausbaufähig.

Neben dem richtigen Umgang mit Verdachtsfällen von Wirbelsäulenverletzungen, hohen Blutverlusten, Schock und möglichen abgetrennten Körperteilen vermittelte Frau Prinz uns das richtige Anlegen von Verbänden, was wir natürlich sofort an uns gegenseitig in Form von Druckverbänden an Kopf und Arm übten.
Durch den guten Mix aus theoretischer Erklärung und praktischer anschließender Selbstübung verging die Zeit irgendwie auch wie im Segelfluge. Zudem hat es sich gezeigt, dass man doch nicht mehr alles „auf der Pfanne“ hatte seit der letzten, teils schon länger zurückliegenden, Ersten-Hilfe-Unterweisung.

Vom Verein einen herzlichen Dank an Frau Prinz für ihre Arbeit und Zeit.

Kontakt:
EFA – Erste Hilfe Für Alle
Frau Ulrike Prinz
Mobil  : 0171 /8221106
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.efa-erstehilfefueralle.de

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